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Architekt: SHA Scheffler Helbich Architekten
Fotos: Christian Eblenkamp

Aus der Asche: Aufstieg, Niedergang und Wiederbelebung der Hochofenwerke lassen sich am Beispiel des Technologie- und Dienstleistungsstandorts Phoenix West sehr gut beobachten. Nach Schließung und Abbau der Anlage entwickelt sich das Gebiet seit dem Jahr 2000 zu einem wegweisenden Städtebauprojekt, das sinnbildlich für den erfolgreichen Strukturwandel des Ruhrgebiets steht und jüngst mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet wurde. Auf dem westlichen Gelände blieben als zentrale bauliche Elemente neben den historischen Backsteinhallen zwei Hochöfen erhalten, die heute beeindruckendes Zeitzeugnis nordrhein-westfälischer Schwer- und Montanindustrie darstellen. Genau an diesem Schnittpunkt befindet sich das neue PhoenixWERK, ein Bürohaus, das von SHA Scheffler Helbich Architekten entworfen und von selbigem Architekturbüro und weiteren Firmen bezogen wurde. Die Fassaden des neuen Baukörpers spielen mit den gestalterischen Möglichkeiten des Backsteins. Die Sondersortierung, bestehend aus zwei unterschiedlichen Wasserstrichziegeln, beide original Kohlebrand, sorgt mit ihrer feinen Nuancierung für ein lebendiges Fassadenbild, das die Farben der Umgebung aufnimmt und zugleich eine hohe Eigenständigkeit schafft.