Wenn wir bei Deppe Backsteine aus den lokalen Ton- und Lehmvorräten brennen, entsteht dabei immer ein kräftiger, für die Architektur in der Region prägender Rotton. Doch im Kern ist unser Backstein grün. Denn tatsächlich bietet er alles, was man von einem natürlichen und nachhaltigen Baustoff erwartet. 


Backstein ist langlebig und benötigt keine Wartung. Gebäude aus Backstein werden für Generationen gebaut. Hier muss nicht nach 20 Jahren abgerissen und neu gebaut werden: die nachhaltigste und CO2 freundlichste Art zu bauen!

Backstein schafft Wohlfühlklima: Backsteine reduzieren in zweischaliger Bauweise den Energieverbrauch von Gebäuden und senken damit langfristig die CO2 Emissionen. Das spart Heizenergie und gesetzliche Richtwerte können spielend eingehalten werden. Vor das Hinterauerwerk wird dabei eine Wetterschicht aus Backstein gesetzt, im Zwischenraum eine Dämmschicht eingesetzt. Wände aus Backstein wirken dabei  klimatisierend, d.h. sie gleichen Temperaturschwankungen aus: bei großer Hitze bleibt es im Inneren eines Backsteinhauses vergleichsweise lange angenehm kühl, bei Frost kühlt ein Backsteinbau nur sehr langsam aus. Dieser Effekt der zeitversetzten Wärmaufnahme und -abgabe wird Phasenverschiebung genannt. In zweischaliger Bauweise errichtet, erfüllen Häuser aus Backstein problemlos den Passivhausstandard. Natürlich lassen sich auch Aktivhäuser aus Backstein bauen. 

Backstein wird hier bei Deppe ressourcenschonend hergestellt. Bei uns gibt es keinen Abfall im Produktionsprozess, alle Reste, egal ob sie beim Aufbereiten des Materials, beim Pressen, beim Trocknen oder auch nach dem Brennvorgang anfallen, werden dem Produktionszyklus zu 100 Prozent wieder zugeführt. Hier kommt nichts weg!

Unsere „Zutatenliste“ ist kurz. Backsteine, Verblender oder Ziegel von Deppe, egal wie wir sie nennen, sind frei von chemischen Zusätzen und ein reines Naturprodukt. Sie bestehen aus Ton, Wasser, Feuer und Luft. Deshalb sind sie gut für´s Klima – drinnen wie draußen. Backsteinmauern sind dampfdiffusionsoffen, d.h. sie nehmen Feuchtigkeit nicht nur gut auf, sondern geben sie auch schnell und gleichmäßig wieder ab. Ganz ohne chemische Keule. Mit dem Naturbaustoff Backstein ist gesundheitsbewusstes Bauen einfach. Von Backstein gehen weder in der Produktion, noch bei der Verarbeitung oder später im Wohnraum Schadstoffe aus. Haut- oder Mundkontakt ist ungiftig und löst keine Allergien aus. Zusätzliche Anstriche sind überflüssig.

Der Rohstoff hat kurze Transportwege. Der Rohstoffabbau findet zu einem Großteil in Tongruben direkt am Deppe Firmengelände statt. 
 

Was ist mit dem Rohstoffabbau? Zerstört der denn nicht die Umwelt? 

Aus unseren Abbauflächen wird innerhalb weniger Jahre unberührte Natur! Wir nehmen für den Abbau unseres Tons tatsächlich immer nur kleine Flächen in Anspruch und bauen dort sukzessiv das Rohmaterial ab. Das geschieht auf Flächen, die zuvor intensiv landwirtschaftlich genutzt wurden. Im Klartext: wir pflügen keine Naturschutzgebiete um! Wird der Abbau in einem Teilabschnitt beendet, beginnt bereits die Umwandlung in Naturschutzflächen. Das bedeutet, jede Tonabbaugrube wird nach und nach der Natur zurückgegeben. Dabei arbeiten wir mit Umweltbehörden zusammen. Die so entstehenden Biotope bieten vielfältigen neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere, wo vorher landwirtschaftliche Nutzflächen waren.

Wenn Sie einen Spaziergang durch die Nachbarschaft unserer Ziegelei machen, werden Sie ausgedehnte grüne Oasen mit Teichen und Feuchtwiesen, einer Nisthilfe für Störche, Benjeshecken, Streuobst- und Wildblumenwiesen entdecken.
 


Aber ist das Brennen von Ziegeln nicht sehr energieintensiv? 

Das ist es. Backsteine werden immerhin bei mehr als 1000 Grad im Ofen gebrannt. Das kostet zunächst einmal Energie. Aber wenn man diese Energie einmal investiert, bekommt man dafür ein ökologisches, für Generationen nutzbares Produkt.

Nachhaltigkeit = Langlebigkeit
Das entscheidende Stichwort in diesem Zusammenhang ist der Lebenszyklus. Ein Gebäude aus in zweischaliger Bauweise verbautem Backstein reduziert den Energiebedarf per se schon drastisch. Und während ein Backsteingebäude eine Nutzungsdauer von vielen Jahrzehnten (manchmal sogar Jahrhunderten) hat und dabei kaum Instandhaltungsbedarf besteht, werden Gebäude in Leichtbauweise oft schon nach wenigen Jahrzehnten sanierungsbedürftig bzw. werden abgerissen und neu gebaut. Backsteinhäuser sind dagegen wertstabil, erzielen gute Preise beim Verkauf, lassen sich an sich ändernde Anforderungen gut anpassen und flexibel um- und ausbauen.

Und wird ein Backsteinhaus doch irgendwann abgerissen, und bis dahin können viele Jahrzehnte vergehen, werden über 90 Prozent des Baustoffs zu einer sekundären Rohstoffquelle.

Backstein hat mehr als ein Leben
Altziegel sind heute ein gesuchter Baustoff. Werden alte Backsteine möglichst sortenrein rückgebaut, können sie direkt für neue Gebäude oder Sanierungen wiederverwendet werden. Ist das nicht der Fall, können sie im Straßen-, Wege- und Sportplatzbau (die rote Farbe von Tennisplätzen kommt nicht von ungefähr) oder als Pflanzensubstrat genutzt und so dem Stoffkreislauf wieder zugeführt werden.

Hier bei Deppe gilt übrigens: wir nehmen alte Abbruchziegel von Deppe nach einer Prüfung der Sortenreinheit (möglichst geringer Anteil an anderen Baustoffen wie Beton etc.) zurück und führen sie unserem Produktionsprozess wieder zu. Wenden Sie sich gerne unter Tel. 05942 92100 oder info@deppe-backstein.de an uns, wenn Sie alte Deppe Ziegel abgeben möchten,

Wir arbeiten darüber hinaus konstant daran, unsere produktionsbedingten C02 Emissionen weiter zu reduzieren. Zukünftig erzeugen wir über eine Mikrogasturbine und eine Photovoltaikanlage den Großteil unseres Stroms selbst und nutzen die Abwärme aus der Mikrogasturbine im Fertigungsprozess. Aktuell projektieren wir außerdem den industriellen Einsatz von Holzgas zur Befeuerung unserer Tunnelöfen und möchten dafür idealerweise lokales Waldrestholz einsetzen.